Obedience

Harmonie auf 6 Beinen


Obedience (sprich: Obidiens) wird auch „die hohe Schule des Gehorsams“ genannt, bedeutet übersetzt nichts anderes als Gehorsam und kommt, wie so vieles im Hundesport, aus England. Die dabei zu zeigenden Gehorsamsübungen verlangen ein konzentriertes und dabei freudiges, harmonisches Zusammenspiel von Hund und Hundeführer. Zudem geht es um ein hohes Maß an Exaktheit in der Ausführung sowohl bei den Übungen eng beim Hundeführer als auch bei den Bring- und Distanzübungen.

Obedience in Österreich

Die österreichische Obedience-Prüfungsordnung hat vier Stufen – OB Beginner, OB 1, OB 2 und OB 3. In jeder Stufe sind auf Anordnung eines OB-Prüfungsleiters/Stewards jeweils 10 bis 11 Übungen zu absolvieren, für die max. je 10 Punkte vergeben werden. Diese Punkte werden vom ÖKV-Richter sofort nach jeder Übung mittels kleiner Tafeln angezeigt. Entsprechend ihrem Schwierigkeitsgrad werden die Punkte jeder dieser Übungen mit einem Koeffizienten (2, 3 oder 4) multipliziert, sodass pro Übung max. 20, 30 oder 40 Punkte erreicht werden können.
Die Prüfungsstufen OB 1, OB 2 und OB 3 sind identisch mit der internationalen FCI-Prüfungsordnung, auf deren Basis internationale Turniere (CACIOB-Vergabe in OB 3) als auch Weltmeisterschaften ausgetragen werden.

Die Übungen der höchsten Obedience-Prüfungsstufe OB 3

  • Übung 1 – Sitzen in der Gruppe: 3 bis 5 Hunde sitzen 2 Minuten nebeneinander, Hundeführer sind außer Sicht.
  • Übung 2 – Liegen in der Gruppe: 3 bis 5 Hunde sitzen nebeneinander und werden aus einer Distanz von 10 Metern einzeln abgelegt. Danach liegen die Hunde 1 Minute nebeneinander, bevor sie einzeln hereingerufen werden.
  • Übung 3 – Freifolge: Freudiges, aufmerksames Bei-Fuß-Gehen in korrekter, enger Position in normalem Schritt, Laufschritt und langsamem Schritt, jeweils mit Anhalten, Links-, Rechts- und Kehrtwendungen sowie je 2 Schritten nach rechts, links, vorwärts und rückwärts. Außerdem werden noch Links-, Rechts- und Kehrtwendungen am Stand sowie einige Meter Rückwärtsgehen inklusive einer Wendung abgeprüft.
  • Übung 4 – Abstellen, Absitzen und Ablegen aus der Bewegung: Korrekte Freifolge mit einer Wendung nach links und rechts. Die Reihenfolge der Wendungen und Positionen kann variieren, muss aber an diesem Tag/bei diesem Turnier für jeden Hund gleich sein. Alles geschieht auf Anordnung des Stewards.
  • Übung 5 – Hereinrufen mit Abstellen und Ablegen: Hereinrufen des Hundes aus einer Entfernung von ca. 40 Schritten, nach dem 1. Drittel der Distanz wird der Hund durch ein Kommando für "Steh" gestoppt, danach weitergerufen, nach dem 2. Drittel durch ein Kommando für "Platz" neuerlich gestoppt, um dann schlussendlich schnell und freudig in die Grundstellung gerufen zu werden.
  • Übung 6 – Voransenden mit Anweisung: Der Hund wird zunächst in einen 10 Meter entfernten Kreis geschickt und dort mit einem Kommando für "Steh" gestoppt. Dann wird der Hund im rechten Winkel zu einem 23 m entfernten Quadrat (3 x 3 m) geschickt, in dem er abgelegt werden muss. Sodann geht der Hundeführer auf den Hund zu, wendet sich vor ihm ab und ruft ihn nach einer neuerlichen Wendung in die Bei-Fuß-Position.
  • Übung 7 – Apportieren mit Richtungsanweisung: Der Hund wird zu einem 10 Meter entfernten Kegel geschickt und dort mit einem Kommando für "Steh" gestoppt. Von dort wird er zu dem zu bringenden Apportierholz (wird gelost) geschickt (entweder rechts oder links, das dritte mittlere dient lediglich als Verleitung), das er korrekt zu bringen und dem Hundeführer zu übergeben hat.
  • Übung 8 – Herumsenden um einen Kegel mit Abstoppen und Richtungs-Bringen über eine Hürde: Der Hund wird zu einem 20 Meter entfernten größeren Kegel geschickt und hat diesen schnell und eng zu umrunden. Auf dem Weg zurück hat der Hund auf Kommando zu stoppen und die vorher geforderte Position (Sitz/Platz/Steh) einzunehmen (muss an diesem Tag/bei diesem Turnier für jeden Hund gleich sein). Alsdann erhält der Hundeführer das Kommando, seinen Hund zum linken oder rechten Bringholz zu senden (wird vor der Übung gelost, aber erst zu diesem Zeitpunkt dem Hundeführer mitgeteilt). Der Hund soll nun direkt und schnellstmöglich zum richtigen Bringholz laufen, dieses korrekt aufnehmen und beim Zurücklaufen über eine 5 Meter entfernte Hürde (offen oder geschlossen, je nachdem, welche Richtung gelost wurde) springen, bevor er dem Hundeführer das Bringholz in einer korrekten und geraden Grundstellung das Bringholz übergibt.
  • Übung 9 – Identifizieren: Der Hundeführer erhält einen kleinen Holzgegenstand, den er 5 Sekunden halten und so mit seinem Geruch „verwittern“ darf. Dieses Hölzchen wird dann gemeinsam mit fünf bis sieben weiteren, gleich aussehenden Hölzchen ausgelegt. Der Hund muss das verwitterte Hölzchen herausfinden und seinem Hundeführer bringen.
  • Übung 10 – Distanzkontrolle: Der Hund muss in ca. 20 Schritten Entfernung von seinem Hundeführer 6 Positionswechsel ausführen (z. B.: Sitz/Steh/Platz/Steh/Sitz/Platz, Steh/Sitz/Platz/Sitz/Steh/Platz, ...). Der Hund darf sich dabei weder nach vorne, nach hinten oder zur Seite zu bewegen.

 

Interesse an Obedience?

Näheres erfahren Sie in Ihrem Hundeverein oder unter www.obedience-austria.at.

 

Hier finden Sie auch noch ein Obedience-Video zur Ansicht


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KYNOLOGENVERBAND

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